Dr. Peter Michael Stöger, Facharzt für Dermatologie und Venerologie

"Chemical Peeling"

Schälen der obersten Hautschichten mit Hilfe chemischer Substanzen wie Fruchtsäure, Salicylsäure, TCA oder Phenol. Es findet Anwendung bei der Behandlung von Hautveränderungen,  die mit einer Überalterung oder Verdickung der Hornschicht einhergehen.
Konzentrierte Säuren wie z.B. Fruchtsäuren vermindern den Zusammenhalt der Hornschicht, so daß ihre Ablösung von der Haut erleichtert wird. 

Bei welchen Veränderungen kann man ein Peeling einsetzen?
Zu den Indikationen gehören: Akne vulgaris,  Altersflecken (Lentigines seniles) Altershaut, großporige Haut,  Pigmentflecken (Lentigo simplex), Chloasma (Pigmentstörungen bei jungen Frauen, meist hormonell bedingt), oberflächliche Aknenarben, (altersbedingte) Verhorungsstörungen wie aktinische Keratosen, etc.

Wann darf kein Chemical Peeling durchgeführt werden?
Situationen, bei denen ein Chemical-Peeling nicht oder nur unter Vorsichtsmaßnahmen durchgeführt werden darf, sind: 

  • innerliche Behandlung mit Vitamin A-Säure ('Isotretinoin', z.B. zur Behandlung von Akne) innerhalb der letzten 6 Monate,
  • Rezidivierende Herpes-Infektionen,
  • Vorbehandlung mit Enthaarungsmitteln,
  • Gesichtsmasken und Wachsbehandlungen,
  • Bestrahlungen mit UV-Licht, 
  • Schleifbehandlungen (z.B. zur Behandlung von tieferen Aknenarben),
  • Wulstnarben (Keloide),
  • Hauttyp IV-VI (dunkle Haut).


Wie verläuft die Therapie?


Vorbehandlung:
2-3 Wochen vor der eigentlichen Therapie jeden Abend eine Glykolsäurezubereitung dünn auf die Haut auftragen.
Chemical-Peeling: nach dieser Vorbehandlung folgen dann in Abständen von ca. 7-14 Tagen die Hauptbehandlungen. Zu Beginn der Therapie wird die Haut mit entfettenden Substanzen gereinigt. Anschließend wird das konzentrierte Peeling aufgetragen. Die Dauer der Einwirkungszeit ist individuell. Danach kann die Haut je nach Hauttyp gereizt reagieren. Jede Form von Kühlung lindert. Bis 1-2 Monate nach der Therapie sollten Sie Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 20-30) auf die behandelte Haut auftragen. Mindestens 24 Stunden nach der Behandlung vermeiden Sie  bitte Besuche im  Solarium und in der Sauna.
Erhaltungstherapie: eine Fortsetzungstherapie mit fruchtsäurehaltigen Cremes kann den Therapieerfolg über längere Zeit erhalten.

Komplikationen:
Vorübergehende Irritationen wie Schuppenbildung, Hautrötung, Hitzegefühl, Jucken, Brennen und eventuell Verschorfung der obersten Hautschichten können auftreten.
Diese Reaktionen lassen im Laufe der Zeit nach, da sich die Haut an das Peeling gewöhnt.

Verlauf der Behandlung:
Empfohlen werden   ca. 6  Sitzungen im Abstand von 1 - 2 Wochen.
Während dieser Periode ist es sinnvoll, täglich das  bereits in der Vorbereitungszeit verwendete Präparat zu  Hause weiter anzuwenden. Dies sollte erfolgen, sobald die Haut wieder ihr normales Erscheinungsbild erreicht hat.

letzte Aktualisierung: 07.05.2019

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